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Così fan tutte
Von Birgit Geistbeck | 30.Juni 2009
So heißt der Titel eines Buches von Alan Bennett, das die Geschichte eines Ehepaares erzählt, das eine komplett ausgeräumte Wohnung vorfindet, als es vom Opernbesuch nach Hause kommt. Die Diebe waren sehr gründlich und haben wirklich alles mitgenommen, vom Klopapierrollenhalter samt Klopapier über das Bett samt Bettwäsche bis zum Herd mit darin garendem Braten.
Und mit dem Verlust der gesamten Einrichtung aus 32 Ehejahren tun sich für das Ehepaar Ransome plötzlich ungeahnte Möglichkeiten auf.
Die Wohnung ist also vollkommen leer und Mr. und Mrs. Ransome beginnen, sich langsam wieder einzurichten. Während Mr. Ransome am liebsten so weiter machen würde wie bisher, beginnt Mrs. Ransome es zu genießen, all die überflüssigen Dinge los zu sein. Sie bricht aus dem Alltagstrott der letzten 32 Jahre aus, kauft dort ein, wo sie noch nie eingekauft hat (weil sich da nicht schickt) und kauft Sachen, die sie früher nie gekauft hätte.
Wie das Ganze weitergeht, möchte ich nicht verraten. Die Geschichte nimmt jedenfalls einen sehr unerwarteten Verlauf.
Das Buch ist very british. Es zelebriert den trockenen, manchmal sehr schwarzen britischen Humor. Wer diese Art von Humor liebt, wird das Buch lieben. Für mich gehört dieses Buch eher zur Kategorie “Weitergeben”. Ich fand es ganz amüsant, aber nicht weltbewegend.
Autor:
Alan Bennett – 1934 in Leeds geboren – ist einer der populärsten Dramatiker Großbritanniens. Bekannt wurde er durch seine TV Comedy-Revue Beyond the Frings und durch seine von der BBC gesendeten Monologe Talking Heads. Seit Mitte der neunziger Jahre schreibt er auch Romane.
Birgit Geistbeck
www.entruempeln-befreit.de
www.fengshui-geistbeck.de
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