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Neulich auf der Tupperparty…
Von Birgit Geistbeck | 16.November 2009
Ich war schon seit Ewigkeiten nicht mehr auf einer Tupperparty, aber letzte Woche war es dann doch mal wieder so weit. Ich hatte immerhin zwei defekte Sachen für einen Umtausch. Ich habe mir vorher genau überlegt, was ich kaufen will, denn allzu oft bin ich schon mit mehr Sachen als benötigt und eine Menge Geld weniger von einer Tupperparty nach Hause gegangen. Und ich habe mir vorgenommen, diese Party als Beobachtungsfeld zu nutzen und um das Nein-Sagen zu üben.
Gleich vorweg: Ich bin standhaft geblieben und habe nur die Sachen gekauft, die ich mir vorher schon ausgesucht hatte.
Jeder, der schon einmal auf einer Tupperparty war, weiß, wie so eine Party funktioniert. Die Tupperberaterin bereitet eine Kleinigkeit zum Essen zu – natürlich unter Verwendung von Tupperware -, stellt die Neuigkeiten und auch die diversen Schnäppchen vor. Und genau bei letzteren (den Schnäppchen) tappt man regelmäßig in die Falle. “Wenn Sie den Schäler kaufen, bekommen Sie dazu die Schüssel fast umsonst”. Bei solchen Angeboten fangen doch die Augen aller Schnäppchenjäger zu leuchten an. Und schon schnappt die Falle zu. Dann besitzt man den Schäler und die Schüssel, obwohl man eigentlich nur den Schäler gebraucht hätte. Und die Schüssel wandert in den Schrank und wird nie benutzt, denn man hat ja eh schon so viele Schüsseln und benutzt eh immer diesselben.
Wen wundert es da, dass sich Tupperware wie von Geisterhand vermehrt.
Wenn Sie also das nächste Mal ein Sonderangebot oder ein “2 für 1″-Angebot sehen, überprüfen Sie Ihren Ja-Reflex. Es mag durchaus sein, dass diese Angebote lohnend sind, die Frage ist nur, ob Sie auch für Sie lohnend sind.
Birgit Geistbeck
www.entruempeln-befreit.de
www.fengshui-geistbeck.de
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